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Infusionstherapie

Artesunat, ein „pflanzliches Chemotherapeutikum“

Aus einer bestimmten Gattung der Heilpflanze Beifuss wird die Wirksubstanz Artemisin gewonnen, die dann zum Medikament Artesunat weiterverarbeitet wird. Artesunat besitzt die Eigenschaft gezielt und selektiv Krebszellen abzutöten, dies geschieht über die Unterstützung der Apoptose, dem so genannten kontrollierten Zelltod. Die Wirkung wird sowohl an Universitäten der USA, als auch in Deutschland intensiv beforscht.

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Artesunat Behandlung bei uns in der Praxis:

Wir verabreichen Artesunat als Infusionsbehandlung in Serien, wobei dann die Infusionen möglichst regelmäßig verabreicht werden.

Durch den ausgelösten selektiven Zelltod der Krebszellen kann Artesunat eine wirksame, dennoch nebenwirkungsarme Möglichkeit in der Therapie bösartiger Erkrankungen sein.

Eine Therapie mit Artesunat kann die Entstehung und Ausbreitung von Metastasen reduzieren, bzw. verhindern.

In Situationen, in denen eine Chemotherapie aufgrund von Resistenzentwicklungen nicht mehr greift, kann die Behandlung mit Artesunat eine erneute Wirkung von Chemotherapien ermöglichen.

Meistens werden die Infusionsbehandlungen bei uns parallel zu einer lokalen Tiefenhyperthermie verabreicht. Dies führt zu einer gegenseitigen Verstärkung der jeweiligen Wirkung: Mit Artesunat haben wir eine biochemische Wirksubstanz, mit der lokalen Tiefenhyperthermie ein physikalisches Therapieverfahren, d. h. der Tumor wird über zwei unterschiedliche Wege parallel angegriffen.

Curcuma – ein altes Gewürz im neuen Licht

Curcuma ist als Gewürz bekannt (Curry) und ist ein Heilmittel der ayurvedischen Medizin.

In den letzten Jahren wurde der Wirkstoff Curcurmin zunehmend Gegenstand der internationalen Forschung, mit erstaunlichen Ergebnissen für weite Bereiche der modernen Zivilisationskrankheiten und damit auch für die Krebserkrankung.

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Nach gegenwärtigem Stand scheint die antientzündliche Wirksamkeit das Geheimnis zu sein. Da chronische Entzündungen eine der wesentlichen Voraussetzungen für die Entstehung von Krebs sind, wird so die starke Wirksamkeit bei Krebs verständlich, wie auch bei anderen chronischen Erkrankungen. Wir verwenden es als Infusion, um die zur Therapie nötigen Wirkspiegel im Blut zu erreichen.

Kurkuma wirkt in allen Stadien der Erkrankung: Es hemmt im Tumor und in den Metastasen die Entstehung neuer Blutgefäße für den Tumor, es erschwert das Eindringen von Metastasen in das Gewebe und das Wachstum von Krebszellen selbst.

Meistens werden die Infusionsbehandlungen bei uns parallel zu einer lokalen Tiefenhyperthermie verabreicht.

Vitamin C Hochdosis Therapie

Vitamin C wurde der breiten Öffentlichkeit bekannt durch den Nobelpreisträger Linus Pauling, welcher relativ hohe Dosierungen zur Vorbeugung einer Vielzahl von Erkrankungen empfahl. Vitamin C ist essenziell

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bei der Bildung von Bindegewebe, bei einem Mangel treten brüchige Blutgefäße und neben allgemeiner Bindegewebeschwäche Zahnausfall (Skorbut) auf. Diese in früheren Zeiten den Seemännern ereilende Krankheit, bildete den Beginn der Vitamin C Forschung. Die Menschen in früherer Zeit wussten instinktiv nach langen kräftezehrenden Winter im Frühjahr durch die ersten Kräuter, wie zum Beispiel Scharbockskraut (Skorbut Kraut), welches bis zur Blüte genießbar ist, ihren Vitamin C Mangel wieder auszugleichen.

Interessanterweise ist es den meisten Tieren möglich Vitamin C selbst zu produzieren, diese Produktion kann so in Krisenzeiten um ein Vielfaches gesteigert werden. Diese Fähigkeit ist dem Menschen und dem Meerschweinchen abhanden gekommen, nur für sie ist Vitamin C ein Vitamin, sie sind auf dessen Zufuhr angewiesen.

Vitamin C nimmt beim Menschen innerhalb des Netzwerkes der antioxidativ wirksamen Substanzen eine wichtige Stellung ein, somit ist es am Schutz vor oxidativer Belastung beteiligt. In dieser Funktion ist es eine schützende Substanz vielfältiger Körperstrukturen wie zum Beispiel der Augenlinse vor Alterung. Darüber hinaus konnte man in Laborstudien feststellen, dass Vitamin C nicht nur fürs Bindegewebe, des Immunsystems und als Antioxidans wichtig ist, sondern in höheren Dosierungen imstande ist Tumorzellen abzutöten. Es konnte gezeigt werden, dass Vitamin C, wenn es im zweistelligem Grammbereich dosiert wird, in Tumorzellen durch die Bildung von H2O2 radikalisch wirkt und die Tumorzellen zerstören kann. Gesunde Körperzellen scheinen durch ein intaktes antioxidatives Netzwerk von dieser Wirkung verschont zu bleiben. Die für diese Wirkung notwendige Dosierung kann jedoch bei oraler Einnahme nicht erreicht werden, hier sind Infusionen mit Vitamin C notwendig. Bei Beachtung einiger Besonderheiten und Kontraindikationen sind die Infusionen sehr gut verträglich und können beliebig wiederholt werden, sie können so einen wichtigen Baustein innerhalb der komplementären onkologischen Behandlung bilden.

Resveratrol eine Substanz, die das Selbst bewahrt

Vor wenigen Jahren formulierte man das französische Paradox. Forschern war aufgefallen, dass in Frankreich trotz ähnlicher Ernährungsgewohnheiten und Lebensbedingungen deutlich weniger Herz-Kreislauf-Erkrankungen auftraten, als in vergleichbaren Ländern. Man führte dies auf den Rotweinkonsum zurück und entdeckte im Zuge der weiteren Forschung im Rotwein die Substanz Resveratrol.

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Mittlerweile hat man noch viele weitere Faktoren identifiziert, welche möglicherweise beim sogenannten französischen Paradox mit eine Rolle spielen, aber das Interesse an der neu entdeckten Substanz Resveratrol dauert weiterhin an. Resveratrol gehört zu einer Reihe von Substanzen, welche den Pflanzenorganismus vor äußeren Angriffen schützt, es ist also Bestandteil des pflanzlichen Immunsystems. Aber auch als Einzelsubstanz hat es noch eine Wirkung gegen Viren, Bakterien und Pilze. Man findet es in vielen Pflanzen, besonders reichlich in der Schale der roten Trauben, in roten Erdnussschalen und im japanischen Staudenknöterich.

Bei Versuchen mit einer Vielzahl von verschiedenen Tieren, konnte gezeigt werden, dass Resveratrol sogenannte Langlebigkeitsgene (Sirtuine) aktiviert und so die Lebensspanne der Tiere deutlich verlängerte. Diese Wirkung ähnelt der, welche man durch Verknappung der Nahrungszufuhr herbeiführen kann. Der Organismus scheint sich auf die Bewahrung seiner selbst zu konzentrieren. Im menschlichen Organismus scheint Resveratrol ebenfalls eine schützende Wirkung auf die Blutgefäße zu haben und kann helfen Entzündungsprozesse, sowie oxidative Vorgänge positiv zu beeinflussen. Bei Studien an Krebszellen konnte festgestellt werden, dass Resveratrol die Apoptosefähigkeit, das heißt die Selbsterkennung einer Zelle, dass sie der Art nicht mehr entspricht und zum Schutz des Gesamtorganismus die eigene Zerstörung einleitet, der Krebszelle wieder ermöglichen hilft. Durch diese Eigenschaft und die vorzügliche Verträglichkeit stellt Resveratrol eine gute Ergänzung zu anderen komplementärontologischen Maßnahmen dar. Oral wird Resveratrol gut aufgenommen, jedoch auch schnell durch Leber abgebaut. Man kann es als Infusion geben, umso höhere Gewebekonzentrationen zu erreichen.

Niedrigdosierte Chemotherapie mit insulinpotenzierter Therapie

Da die Krebszelle hochgradig auf Zucker angewiesen ist und diesen begierig aufsaugen will, ist es möglich sich hier einer Strategie zu bedienen, um die Krebszelle genau an dieser Schwachstelle zu packen. Dies geschieht mit der insulinpotenzierten Therapie. Während einer absichtlich durch Insulin ausgelösten Unterzuckerung wird die Chemotherapie in niedriger Dosis verabreicht.

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Durch die insulinpotenzierte Therapie ist es möglich, Substanzen gezielt in Krebszellen zu lenken und nicht in den ganzen Organismus. Bei diesem Verfahren können wir mit deutlich geringeren Dosen eine gute Wirkung erzielen, so dass die Nebenwirkungen der Chemotherapie drastisch reduziert werden.

Diese Therapie wird inzwischen seit über 80 Jahren an vielen Kliniken und Praxen auf der ganzen Welt mit Erfolg praktiziert wird.

Gleiches gilt auch für chronisch entzündete Zellen, so dass wir diese Therapieform, auch bei chronischen Infektionen mit antientzündlichen Substanzen anwenden.

Albumin-Carrier Therapie

Albumin ist eine körpereigene Substanz, die im Blut vorkommt. Da Krebszellen einen hohen Umsatz an Albumin haben, ist es möglich, Medikamente an Albumin zu binden, die dann weitestgehend nur in die Krebszelle aufgenommen werden. Dadurch können krebszellzerstörende Substanzen in niedriger Dosis verabreicht werden, die sich dann in der Krebszelle anreichern. Diese Therapie wird mit MTX (Methotrexat) bei uns durchgeführt.

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